Fakten und Zahlen

Waldfläche
Die Waldfläche im Thurgau beträgt ca. 20’000 Hektaren, dazu kommen ca. 1000 Hektaren übrige Gehölze, z.B. Hecken. Insgesamt sind damit 21 Prozent der Kantonsfläche mit Wald bedeckt. Damit ist der Waldanteil im Thurgau deutlich geringer als der Schweizerische Mittelwert von 31 Prozent.

Eigentumsverhältnisse
Mit 56 Prozent gehört über die Hälfte des Thurgauer Waldes ca. 8'500 privaten Waldeigentümern. Im Durchschnitt besitzen diese 1.3 Hektaren Wald. Der Privatwaldanteil liegt damit deutlich über dem Schweizerischen Durchschnitt von gut 30 Prozent.
Der Rest der Thurgauer Waldfläche gehört öffentlichen Besitzern. Dazu zählen Bund, Kanton, Bürgergemeinden und Politische Gemeinden sowie Korporationen.
Grösster Waldeigentümer ist der Kanton Thurgau selbst mit 1’377 Hektaren (7 Prozent der Thurgauer Waldfläche). Die Wälder des Kantons werden von den Staatsforstbetrieben bewirtschaftet.

Baumarten
Im Thurgau beträgt der Nadelholzanteil am Vorrat ca. 53 Prozent. Die Fichte ist mit 33 Prozent die häufigste Baumart. An zweiter Stelle steht die Buche mit 19 Prozent und anschliessend folgen die Esche mit 11 Prozent und die Tanne mit 10 Prozent. Die Eiche ist mit 8 Prozent ebenfalls eine wichtige Baumart im Thurgau.

Holzvorrat
Etwa 7 bis 8 Millionen Kubikmeter Holz stehen im Thurgauer Wald. Obwohl die Holzvorräte in den letzten zehn Jahren abgenommen haben, liegt der Thurgauer Durchschnitt mit ca. 400 Kubikmetern pro Hektare über dem Schweizer Mittelwert von 364 Kubikmetern pro Hektare (gemäss LFI 3).

Holzzuwachs und Holznutzung
Der Holzzuwachs beträgt ca. 175’000 Kubikmeter pro Jahr. Etwa die entsprechende Menge Holz wird jährlich genutzt. Damit bleibt der Holzvorrat konstant und die Holznutzung ist nachhaltig.

Waldreservate und Schutzgebiete
Im Thurgau gibt es 30 Waldreservate mit einer Gesamtfläche von ca. 1850 Hektaren (Stand Mai 2015). Sieben dieser Reservate weisen eine Fläche von über 100 Hektaren aus. Drei Viertel der Reservatsflächen sind Sonderwaldreservate, in welchen mit gezielten Massnahmen bestimmte Naturwerte erhalten und gefördert werden, der Rest sind unbewirtschaftete Flächen (Naturwaldreservate). Ein Hauptziel der Sonderwaldreservate ist der Schutz und die Aufwertung der unterschiedlichen Lebensraumtypen für besondere Tier- und Pflanzenarten. Der Thurgau trägt national eine grosse Verantwortung, die bestehenden Eichenbestände zu schützen; mit der Förderung der Verjüngung soll das Eichenareal langfristig erhalten und erweitert werden.

Flyer "Thurgauer Wald"   (kann beim Forstamt bezogen werden)