Asiatischer Laubholzbockkäfer

Asiatischer-LaubholzbockkäferIm Kanton Freiburg wurde im Herbst 2011 erstmals der Asiatische Laubholzbockkäfer in der Schweiz nachgewiesen. Dabei sind auch Eiablagen diagnostiziert worden. Seither gab es mehrere Sichtungen, unter anderem auch im Thurgau. Hier wurden vier tote Käfer bei Holzpaletten auf einer Baustelle entdeckt. Der eingeschleppte Käfer ist als Quarantäneschädling eingestuft, dessen Ausbreitung es zu verhindern gilt.


Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist gemäss der Pflanzenschutzverordnung ein besonders gefährlicher, gefürchteter Schadorganismus, der ein grosses Risiko für die Laubhölzer in Europa und der Schweiz darstellt. Wie sich in anderen Ländern bereits gezeigt hat, hat der Käfer das Potential, grosse wirtschaftliche und ökologische Schäden anzurichten.

 


Der Asiatische Laubholzbock befällt alle Laubholzarten, wobei auch gesunde Bäume befallen werden. Das Weibchen legt die Eier unter der Rinde ab. Die geschlüpften Larven fressen sich anschliessend ins Innere des Baumstammes vor und verursachen dabei entsprechend ihrer bis daumendicken Grösse ausgeprägte Frassgänge von gegen 20 mm Durchmesser im Holz. Die grossen Gänge mindern die Holzqualität und reduzieren die Versorgung der Bäume mit Wasser und Nährstoffen, was in wenigen Jahren zum Absterben führen kann. Starker Befall macht die Bäume instabil, so dass sie besonders im Sieldungsgebiet ein Sicherheitsrisiko darstellen können.
Aufgrund der globalisierten Handelsströme gelangt der Asiatische Laubholzbockkäfer meistens in Verpackungsholz, Paletten oder Pflanzenmaterial aus Ostasien nach Europa. Bei den bisherigen Fundorten in der Schweiz geht man davon aus, dass die Käfer in Paletten mit Granitsteinen per Schiffscontainer aus China und Vietnam eingeschleppt wurden.
Sollte sich herausstellen, dass sich der Käfer bereits ausgebreitet hat, wäre alles daran zu setzen, ihn wieder auszurotten. Der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst hat bereits erste Schritte zur Eindämmung der eingeschleppten Art eingeleitet und mit den betroffenen Kantonen Massnahmen vorbereitet. Aufgrund erfolgreicher Erfahrungen aus dem Ausland sollen für das Aufspüren der Käfer und Larven Hunde eingesetzt werden. Befallene Bäume müssen umgehend gefällt und das Holz vernichtet werden. Das schnelle Handeln des Bundes lässt darauf schliessen, dass der Käfer sehr ernst genommen wird.

Um die Bekämpfung zu koordinieren und eine Verwechslung mit geschützten, einheimischen Bockkäfern auszuschliessen, sollten allfällige Sichtungen dem kantonalen Pflanzenschutzdienst des BBZ Arenenberg oder dem Forstamt gemeldet werden:

Kant. Pflanzenschutzdienst Thurgau
Hermann Brenner
BBZ Arenenberg
8268 Salenstein
Tel. 071 663 31 40
hermann.brenner@tg.ch

Forstamt Thurgau
Ruedi Lengweiler
Tel. 052 724 25 25
ruedi.lengweiler@tg.ch

 

Die wichtigsten Informationen zum Asiatischen Laubholzbockkäfer: WSL-Flyer

 

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