Borkenkäfer

Borkenkäfer sind ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Waldökosystems. Der Buchdrucker (lat. Ips typographus) ist die wirtschaftlich wichtigste der über hundert in der Schweiz vorkommenden Borkenkäferarten. Der erwachsene Käfer ist rund 5 mm lang und dunkelbraun gefärbt. Er brütet in der Rinde, hinterlässt also keine Frassgänge im Holz. Der Buchdrucker befällt praktisch ausschliesslich Fichten. Normalerweise besiedelt er kranke, gestresste oder frisch gefallene Bäume. Eine gesunde Fichte kann anfliegende Borkenkäfer durch Harzfluss abwehren. Sind aber die Käferdichten sehr hoch, können die Tiere auch anscheinend gesunde Bäume besiedeln. Der intensive Frass der Larven und Jungkäfer unter der Rinde unterbricht den Saftstrom in der Rinde und die befallenen Bäume sterben ab. Der Buchdrucker ist einer der wenigen Borkenkäfer, die bei günstigen Bedingungen ausgeprägt zu Massenvermehrungen neigen und zu ausgedehntem Absterben von Bäumen führen können.

Präventionsmassnahmen
An der Strategie der „sauberen Waldwirtschaft“ ist weiterhin festzuhalten. Bäume mit Befall (Käfer noch drin!) sollten möglichst rasch aufgerüstet und abgeführt werden. Abgestorbene Bäume, bei denen der Käfer ausgeflogen ist, sollten stehengelassen werden. Diese sind wichtig für die Nützlinge wie z.B. den Ameisenbuntkäfer, dessen Entwicklungszyklus erst drei bis vier Wochen später vollendet ist, als jener des Borkenkäfers.

Weitere Detaills zur aktuellen Borkenkäfersituation siehe Merkblatt:  Forstschutz - Borkenkäfersituation 2017

Weitere Informationen sowie Bilder zum Borkenkäfer: WSL